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Gericht/Institution:Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland
Erscheinungsdatum:11.01.2021
Quelle:juris Logo

EU-Kommission sichert bis zu 300 Millionen zusätzliche Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer

 

Die Europäische Kommission hat den EU-Mitgliedstaaten am 08.01.2021 vorgeschlagen, weitere 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs der Firma BioNTech/Pfizer zu bestellen; verbunden mit der Option auf weitere 100 Millionen Dosen.

Damit hat die EU ihren Mitgliedstaaten insgesamt bis zu 600 Millionen Dosen dieses Impfstoffs gesichert, der bereits in der gesamten EU verwendet wird.

Mit BioNTech-Pfizer gibt es bereits einen Vertrag, der also ohne langwierige Verhandlungen aufgestockt werden konnte – ermöglicht dadurch, dass mit dem zusätzlichen Werk in Marburg nun eine entscheidende Erweiterung der Produktionskapazitäten in Sicht ist.

Die EU hat nun ein breites Portfolio an Impfstoffen mit unterschiedlichen Technologien erworben und bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen für Europa und seine Nachbarschaft gesichert.

Zusätzlich zum BioNTech/Pfizer-Impfstoff wurde mit Moderna ein zweiter Impfstoff autorisiert. Weitere Entscheidungen folgen in Kürze. Dieses Portfolio ermöglicht es der EU nicht nur, ihre gesamte Bevölkerung mit Impfstoff zu versorgen, sondern auch Impfstoffe für ihre Nachbarn und Partner zur Verfügung zu stellen.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat 08.01.2021 zudem die Entscheidung getroffen, dass aus einer Ampulle des BioNTech-Pfizer-Impfstoffs nicht nur fünf, sondern sechs Impfdosen gewonnen werden können.

Zeitlicher Verlauf der EU-Impfstoffbeschaffung:

11.06.2020: Die Europäische Investitionsbank (EIB) und BioNTech schließen einen Vertrag über eine Fremdfinanzierung in Höhe von 100 Millionen Euro, um das Impfstoffprogramm des Unternehmens zu unterstützen und dessen Produktionskapazitäten zu erweitern.

17.06.2020: Europäische Kommission legt EU-Impfstoff-Strategie vor; Beginn der Verhandlungen mit allen sechs Unternehmen nahezu zeitgleich nach Verabschiedung der Strategie

31.06.2020: Abschluss Sondierungsgespräche Sanofi-GSK

13.08.2020: Abschluss Sondierungsgespräche Johnson & Johnson

14.08.2020: Kommission genehmigt APA (Advanced Purcase Agreement) mit AstraZeneca (für den Kauf von 300 Millionen Dosen des Impfstoffs, mit einer Option auf den Kauf von weiteren 100 Millionen)

20.08.2020: Abschluss Sondierungsgespräche Curevac

24.08.2020: Abschluss Sondierungsgespräche Moderna

27.08.2020: Inkrafttreten des APA mit AstraZeneca

09.09.2020: Abschluss Sondierungsgespräche BioNTech Pfizer – bereits hier wurde die Bestellmenge 200+100 Millionen Dosen vereinbart

18.09.2020: Inkrafttreten des APA mit Sanofi-GSK (Option zum Kauf von bis zu 300 Millionen Dosen des Sanofi-GSK-Impfstoffs)

08.10.2020: Kommission genehmigt APA mit Johnson & Johnson (Kauf von Impfstoffen für 200 Millionen Menschen und Option für weitere 200 Millionen Menschen)

21.10.2020: Inkrafttreten des APA mit Johnson & Johnson

11.11.2020: Kommission genehmigt APA mit BioNTech Pfizer (Kauf von 200 Millionen Dosen, plus eine Option, bis zu weitere 100 Millionen Dosen anzufordern)

17.11.2020: Kommission genehmigt APA mit Curevac (Kauf von 225 Millionen Dosen, plus Option auf weitere 180 Millionen Dosen)

20.11.2020: Inkrafttreten des APA mit BioNTech Pfizer

25.11.2020: Kommission genehmigt APA mit Moderna (Kauf von 80 Millionen Dosen, plus Option auf weitere 80 Millionen Dosen)

30.11.2020: Inkrafttreten des APA mit Curevac

04.12.2020: Inkrafttreten des APA mit Moderna

15.12.2020: Kommission nimmt Entscheidung zur Ausübung der Option auf bis zu 100 zusätzliche Dosen ( BioNTech Pfizer) und 80 Millionen zusätzliche Dosen (Moderna) an

17.12.2020: Abschluss von Sondierungsgesprächen mit Novavax (100 Mio. Dosen, plus Option auf 100 Mio. weitere Dosen); Ausschreibung am gleichen Tag gestartet

08.01.2021: Verdoppelung des Vertrags mit BioNTech Pfizer

Quelle: EU-Aktuell v. 08.01.2021



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